Ratgeber Hotellerie

Welche Software braucht ein Hotel? Alle Arten im Überblick

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Inhaltsverzeichnis

Ein Hotel läuft heute auf einem ganzen Bündel an Programmen: für Buchungen, Preise, Zahlungen, Gäste und das Team. Wer neu eröffnet oder sein System modernisiert, steht schnell vor Dutzenden Anbietern und Abkürzungen wie PMS, RMS oder POS. Diese Übersicht zeigt, welche Arten von Hotelsoftware es gibt, wofür sie gut sind und was Sie zum Start wirklich brauchen.

Der Software-Stack eines Hotels
PMSProperty-Management-System

Verkauf

  • Channel Manager
  • Buchungsmaschine
  • Payment

Umsatz

  • Revenue Management
  • Reputation
  • CRM

Gäste

  • Digitaler Check-in
  • Gäste-App
  • Schließsystem

F&B

  • Kasse mit TSE
  • Tischreservierung

Verwaltung

  • Buchhaltung
  • Lohn

Team

  • Interne Kommunikation & Aufgaben
  • Dienstplan & Zeiterfassung
  • Housekeeping

Die Arten von Hotelsoftware auf einen Blick

Arten von Hotelsoftware und ob sie zur Eröffnung nötig sind
BereichSoftwareWofürZur Eröffnung nötig?
KernPMSZimmer, Reservierungen, Check-in, RechnungenZur Eröffnung nötig?
KernChannel ManagerPreise und Verfügbarkeit auf Buchungsportalen abgleichenZur Eröffnung nötig?
KernBuchungsmaschineProvisionsfreie Direktbuchung über die eigene WebsiteZur Eröffnung nötig?
KernPaymentKartenzahlung, Vorautorisierung, Online-ZahlungZur Eröffnung nötig?
UmsatzRevenue ManagementPreise automatisch an die Nachfrage anpassenZur Eröffnung nötig?Später
UmsatzReputation ManagementBewertungen aus allen Portalen bündeln und beantwortenZur Eröffnung nötig?Später
UmsatzCRM / Gäste-MarketingE-Mails vor und nach dem Aufenthalt, StammgästeZur Eröffnung nötig?Später
GästeDigitaler Check-in, Gäste-AppAnreise ohne Warteschlange, Infos zum HausZur Eröffnung nötig?Optional
GästeSchließsystemDigitale Zimmerschlüssel, mit PMS verbundenZur Eröffnung nötig?Je nach Haus
F&BKassensystem (POS)Restaurant und Bar abrechnen, mit TSEZur Eröffnung nötig?
F&BTischreservierungRestaurantplätze vergebenZur Eröffnung nötig?Je nach Haus
TeamInterne Kommunikation & AufgabenÜbergaben, Reparaturen, Infos an alle AbteilungenZur Eröffnung nötig?
TeamDienstplan & ZeiterfassungSchichten planen, Arbeitszeit erfassenZur Eröffnung nötig?
TeamHousekeeping-SoftwareZimmerstatus in EchtzeitZur Eröffnung nötig?Oft im PMS
VerwaltungBuchhaltung, LohnDATEV-Anbindung, GehälterZur Eröffnung nötig?

Das Herzstück: das PMS

Im Property-Management-System laufen alle Fäden zusammen: Zimmer, Reservierungen, Gästedaten, Rechnungen. Fast jede andere Software dockt hier an. Deshalb gilt: Erst das PMS wählen, dann den Rest. Achten Sie weniger auf die Funktionsliste als auf die Schnittstellen. Offene Systeme lassen sich mit vielen Spezialtools verbinden. Geschlossene Systeme binden Sie an das, was der Anbieter selbst mitliefert. Wichtig in Deutschland: Das PMS sollte Meldeschein und Beherbergungssteuer Ihrer Gemeinde abbilden können.

Verkauf: Channel Manager und Buchungsmaschine

Der Channel Manager verteilt Ihre Zimmer und Preise auf Buchungsportale und verhindert Überbuchungen. Die Buchungsmaschine bringt Direktbuchungen auf die eigene Website, ohne Provision. Beides gehört zur Grundausstattung.

Umsatz steigern: Revenue- und Reputation-Management

Revenue-Management-Software passt Preise automatisch an Nachfrage und Wettbewerb an. Reputation-Management bündelt Bewertungen aus allen Portalen. Beides lohnt sich meist erst, wenn der Betrieb eingespielt ist.

Gästeerlebnis: digitaler Check-in und Gäste-App

Digitaler Check-in, Gäste-Apps und digitale Schlüssel sparen Zeit an der Rezeption. Sie sind kein Muss zur Eröffnung, aber gerade für Häuser mit kleiner Rezeptionsbesetzung interessant.

Restaurant und Bar: Kasse und Reservierung

Wer F&B anbietet, braucht ein Kassensystem mit TSE nach Kassensicherungsverordnung. Ideal ist eine Schnittstelle zum PMS, damit Restaurantrechnungen aufs Zimmer gebucht werden können.

Mehr dazu im Ratgeber: Welche Software braucht ein Restaurant?

Der oft vergessene Teil: Software für das Team

Die meisten Software-Listen enden beim Gast. Doch ob ein Hotel rund läuft, entscheidet sich hinter den Kulissen: Weiß das Housekeeping, dass Zimmer 214 früher frei sein muss? Kommt die Reparaturmeldung beim Haustechniker an? Erfährt die Spätschicht, was die Frühschicht geklärt hat?

In vielen Häusern läuft das noch über Zettel, Übergabebücher und private WhatsApp-Gruppen. Das Ergebnis: Informationen gehen verloren, Aufgaben bleiben liegen, und der Gast merkt es zuerst.

Genau dafür gibt es Software für die interne Kommunikation: Alle Abteilungen erhalten Informationen, Aufgaben und Übergaben an einem Ort, auf dem Smartphone, ohne private Messenger.

Überblick: Die Mitarbeiter-App, die in der Hotellerie entstanden ist.

Überblick wurde 2017 als HotelForce für Hotels gegründet. Heute nutzen mehr als 500 Betriebe die App, damit Informationen zuverlässig bei allen ankommen und im Alltag nichts mehr schiefgeht.

Checkliste: Welche Software brauchen Sie zur Eröffnung?

Für den Start reicht ein schlanker Kern. Alles Weitere kommt dazu, wenn Sie sehen, wo es im Betrieb hakt.

Nach 6 bis 12 Monaten Betrieb lohnt der Blick auf Revenue Management, Reputation Management und Gäste-Apps.

All-in-one oder Einzellösungen?

Kleine Häuser fahren mit einer Komplettlösung aus PMS, Channel Manager, Buchungsmaschine und Payment meist günstiger und einfacher. Größere Häuser kombinieren oft spezialisierte Tools, die über Schnittstellen verbunden sind. Entscheidend ist in beiden Fällen: Die Systeme müssen miteinander sprechen, sonst tippt Ihr Team Daten doppelt ab.

Häufige Fragen

Das PMS verwaltet alles im Haus: Zimmer, Reservierungen, Rechnungen. Der Channel Manager verbindet das PMS mit Buchungsportalen und hält dort Preise und Verfügbarkeit aktuell.

PMS, Channel Manager, Buchungsmaschine und Payment, idealerweise als Paket. Dazu ein Werkzeug für Team-Kommunikation und Dienstplanung. Spezialsoftware kann später kommen.

Technisch ja, aber es ist heikel: private Nummern, Datenschutz und keine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Zudem gehen Aufgaben im Chatverlauf schnell unter. Eine Mitarbeiter-App löst beides.

Die meisten Anbieter rechnen monatlich ab, oft pro Zimmer oder pro Nutzer. Planen Sie zusätzlich Einrichtungs- und Schulungskosten ein.

Offene Schnittstellen, einfache Bedienung auch für Aushilfen, deutscher Support, DSGVO-konforme Datenhaltung und eine faire Vertragslaufzeit.

Die Lösung für: „Wir erreichen unsere Leute nicht zuverlässig und deswegen geht im Alltag ständig etwas schief.“

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